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Heike Kamp liest aus ihrem Roman „Grenzzeit"

Monopoly wird zum Spiel zwischen zwei Welten

Heike Kamp liest im Café sofa aus ihrem Roman über Begegnungen zwischen Ost und West

„Wie, du hast noch nie Monopoly gespielt?“ Eine beiläufige Frage – und plötzlich liegen Welten zwischen den Menschen am Tisch. Denn was soll eine Studentin aus der DDR darauf antworten, die noch an den Sozialismus glaubt, während das politische System, in dem sie aufgewachsen ist, gerade vor ihren Augen zusammenbricht?

Um solche Begegnungen geht es bei einer Lesung mit Heike Kamp am 25. Oktober 2026 um 17 Uhr im Café sofa in Meckenheim. Im Mittelpunkt ihres Romans stehen drei Paare aus Ost und West, die Silvester 1989 gemeinsam in Westberlin verbringen. Sie reden, essen, trinken, hören Musik – und merken dabei immer wieder, wie verschieden ihre Erfahrungen, Selbstverständlichkeiten und Vorstellungen vom Leben sind.

Was als gemeinsamer Abend beginnt, entwickelt sich zu einer unterhaltsamen und zugleich bewegenden Geschichte über Verständigung. Über neugierige Fragen und vorschnelle Annahmen, über Missverständnisse und darüber, wie schwierig es sein kann, die Welt mit den Augen eines anderen zu sehen. Gerade die kleinen Situationen des Abends machen spürbar, was die großen politischen Veränderungen für die Menschen bedeuteten.

Der Roman führt zurück in eine Zeit, in der die Grenze zwar gefallen war, Ost und West aber noch lange nicht selbstverständlich zusammengehörten. Die Figuren feiern gemeinsam in das Jahr der deutschen Wiedervereinigung hinein – und stellen fest, dass Annäherung mehr braucht als offene Grenzen.

Die Lesung lädt dazu ein, diese besondere Zeit aus persönlicher Perspektive noch einmal zu erleben: mit ihren Gegensätzen und Unsicherheiten, aber auch mit überraschenden und humorvollen Momenten.

Aber Heike Kamp wird nicht nur Szenen aus dem Buch lesen, sie wird auch erzählen, wie es zu diesem Buch gekommen ist, welche Höhen und Tiefen das Schreiben mit sich brachte, bis sie endlich sagen konnte: „Ich habe mein Buch geschrieben.“

 

Heike Kamp wurde 1967 in Thüringen geboren und erlebte selbst beide deutschen Gesellschaftssysteme. Zu DDR-Zeiten studierte sie Kristallografie, später Betriebswirtschaftslehre. Zum Schreiben kam sie erst spät. In ihrem Debütroman beschäftigt sie sich mit der Zeit des Umbruchs und mit den Erfahrungen, die das spätere Zusammenwachsen von Ost und West prägten. Seit vielen Jahren lebt sie in der Nähe von Köln; ihre ostdeutschen Wurzeln, so heißt es in ihrer Vita, sind bis heute spürbar.

 

Veranstalter ist der Verein „Wir für Inklusion“. Die Lesung findet am Sonntag, 25. Oktober 2026, im Café sofa, Hauptstraße 59 in Meckenheim, statt. Beginn ist um 17 Uhr, Einlass ab 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

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